Nähere Infos

VORBEMERKUNG

 

Diese „näheren Informationen“ richten sich vor allem an Personen mit medizinischem Hintergrundwissen, die sich für den aktuellen Stand in der Propolisforschung interessieren. Natürlich ist es aber auch für jeden Laien wichtig, sich im Vorfeld über Propolis umfangreich zu informieren.

Zu Propolis gibt es im Internet bereits zahlreiche, sehr ausführliche und sehr gute, informative Beiträge, die die generellen Einsatzmöglichkeiten aufzeigen. Diese zu wiederholen, darauf sei hier nicht der Fokus gesetzt, denn: Wissenschaftliche Studien seit gut zwei Jahrzehnten versuchen bereits für Einzelsubstanzen die tiefer gehenden Prozesse der Wirkungsmechanismen zu verstehen und aufzudecken, was für den Einsatz der Propolis von erheblicher Bedeutung ist. Diese Mechanismen zeigen das große Potential auf, das Propolis bereithält, machen aber auch klar, dass mit dieser „Substanz“ sehr verantwortungsvoll umzugehen ist. In jedem Einzelfall ist auch zu klären, ob eine Behandlung mit Propolis hinreichend ist. In diesem Zusammenhang weisen wir ebenfalls nochmals darauf hin, dass Menschen mit Überempfindlichkeit gegenüber Bienenprodukten Propolis nicht anwenden sollten. Darüber hinaus ist bekannt, dass sich Allergien auch spontan in allen Lebensaltern entwickeln können. Bei erster Anwendung empfiehlt es sich daher, mit einer geringeren Dosierung als angegeben zu beginnen, um auf eine Unverträglichkeit sofort ohne größeren Schaden reagieren zu können. Von einer dauerhaften Einnahme – wie es sich durch die Deklaration als Nahrungsergänzungsmittel implizit ableiten ließe – ist abzuraten.

 

In diesem Kontext sei auf die Problematik der Klassifizierung von Propolisprodukten kurz eingegangen. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau zitiert gerichtliche Entscheidungen, die Propolis als Arzneimittel einstufen. Einer Zulassung als Arzneimittel wird jedoch von den Gesundheitsbehörden sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene nicht der Weg geebnet. Für Produkte, die als Nahrungsergänzungsmittel in Verkehr gebracht werden, gelten zumindest gewisse Standards, die der verantwortungsvollen Verwendung von Propolis derzeit bestmöglich gerecht werden.

 

Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen ist festzustellen: bei richtiger Anwendung ist Propolis ein wunderbares Naturheilmittel, unterstützend und gesundheitsfördernd bei vielfältigen Erkrankungen und seit der Antike im Einsatz. Resistenzen der Mikroben wurden nicht beobachtet. Dies erklärt sich durch die einfache Tatsache, dass natürlich auch die Pflanze – Lieferant der grundlegenden Inhaltsstoffe – mit den „Angreifern“ interagiert und entsprechend reagiert. Synthetisch hergestellte Substanzen haben diese Fähigkeit selbstverständlich nicht.

 

Die nachfolgenden links zu wissenschaftlichen Fachartikeln spiegeln nur ein kleines Spektrum aktueller Forschung wider. Hier vertieft einzusteigen, ist ein äußerst spannendes und lohnendes Studienfeld mit großem Nutzen, für das wir Sie gerne begeistern möchten!

 

PROPOLIS – NATÜRLICHES ANTIBIOTIKUM UND VIELES MEHR …

 

Propolis ist ein Phytotherapeutikum. Bienen sammeln von Pflanzen abgesonderte Harze aber auch kleine Teile dieser Gewächse und vermengen diese mit körpereigenen Enzymen. So entsteht Propolis. Von den Bienen wird Propolis zum Schutz ihres Stockes gegen Eindringlinge (Mikroben) vielfältiger Art verbaut. Diese antimikrobielle Wirkung (gegen Bakterien, Viren und Pilze – klassische Antibiotika helfen nur gegen Bakterien!) ist seit dem Altertum bekannt. Die neuzeitliche Forschung schreibt Propolis jedoch weitere Eigenschaften zu: antioxidativ (Radikalfänger), entzündungshemmend, apoptotisch (körpereigenes Programm zur Abtötung von Zellen ohne begleitende Entzündungsprozesse auszulösen), antiproliferativ (zellwachstumshemmend bzw. - regulierend), das Immunsystem stimulierend und damit – Alles in Allem gesagt – auch antitumoral. Worauf sind diese Eigenschaften zurückzuführen? Die Erklärung lautet: Die Inhaltsstoffe der Propolis greifen in die R e g u l a t i o n der im Körper ablaufenden Prozesse ein (Stichwort 'Epigenetik')! Damit ist sie nicht nur ein natürliches Antibiotikum, sondern sie übernimmt ähnliche Aufgaben wie unsere Hormone & Co. Als Beispiel sei die regulierende Wirkung auf das o n k o g e n e PAK1-Enzym (p21-aktivierte Proteinkinase 1) genannt (s. https://de.wikipedia.org/wiki/P21-aktivierte_Kinasen – dort „PAK und Krebs“ [Abruf 03.10.2019]).

  • S. M. Messerli et al., Artepillin C (ARC) in Brazilian green propolis selectively blocks oncogenic PAK1 signaling and suppresses the growth of NF tumors in mice, 2009, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19003952

  • H. Maruta, From bench (laboratory) to bed (hospital/home): How to explore effective natural and synthetic PAK1-blockers/longevity-promoters for cancer therapy, 2017, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28814374

  • H. Takahashi et alia, 1,2,3-Triazolyl esterization of PAK1-blocking propolis ingredients, artepillin C (ARC) and caffeic acid (CA), for boosting their anti-cancer/anti-PAK1 activities along with cell-permeability, 2017, (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28442677)

 

Weitere Forschungsarbeiten:

 

(Die angeführten links repräsentieren nur eine sehr eingeschränkte Auswahl der im Internet oftmals frei zugänglichen wissenschaftlichen Artikel / Forschungen über Propolis. Einen äußerst umfassenden Pool an medizinischen Fachpublikationen aus aller Welt bietet die Datenbank PubMed an (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed - auf Englisch): Zum Oberbegriff ‚Propolis‘ finden sich hier über 3000 Artikel, zu ‚Artepillin C‘ gut 100 Artikel (Stand September 2019)!)

 

Allgemeine Übersichten zur Mehrfachwirkung von Propolis finden Sie hier:

       https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28358806

 

Propolis gegen

Bakterien

Vor allem gegen die verbreiteten Keime Streptococcus aureus, Enterococcus faecalis, Escherichia coli konnte eine Wirksamkeit nachgewiesen werden.

 

Viren (Grippe-, Herpes-Viren)

  • T. Takemura et al., 3,4-Dicaffeoylquinic Acid, a Major Constituent of Brazilian Propolis, Increases TRAIL Expression and Extends the Lifetimes of Mice Infected with the Influenza A Virus, 2011 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21876716

 

Pilze (Candida albicans, Trichophyton mentagrophytes)

 

Darüber hinaus ist es

entzündungshemmend,

 

und gegen diverse Krebsarten

antitumoral aufgrund folgender Eigenschaften

 

ZUSAMMENSETZUNG DER PROPOLIS

 

Als medizinisch wirksam stehen in der Forschung die Polyphenole im Fokus. Diese Gruppe chemischer Verbindungen zeichnen sich durch ringförmige Kohlenstoff-“Grundgerüste“ aus. Diese Ringe umfassen 3 bis 6 Kohlenstoffatome, die wiederum Ketten bilden. An diese Ketten sind diverse, bioaktive Molekülgruppen „geheftet“ (z. B. Hydroxylgruppen). Desweiteren werden die Polyphenole in Flavonoide und Phenolcarbonsäuren (sowie deren Derivate) unterteilt. Um an diese Substanzen „heranzukommen“ muss die rohe Propolis extrahiert werden. Hierbei gibt es unterschiedliche Verfahren. Eine sehr hohe Löslichkeit konnte für Ethanol nachgewiesen werden.

 

Diese spezifischen Bestandteile finden sich in unterschiedlichen Anteilen in der Propolis, abhängig von den von den Bienen besuchten Pflanzen.

 

PROPOLIS IST NICHT GLEICH PROPOLIS

 

Hier spielen die Klimazonen eine erhebliche Rolle. Propolis aus den gemäßigten Zonen (Europa, Nordamerika/Kanada) stammt vor allem von der Pappel (Populus nigra oder Populus tremula), aber auch von Birken Betula spp. (Nord- und Osteuropa) oder Weiden (Salix spp.). Südeuropa wartet mit Harzen auf, die von Zitruspflanzen oder Eukalyptus gesammelt werden.

In den Tropen findet sich natürlich eine ganz andere Vegetation. Maßgeblicher Exporteur für Deutschland ist Brasilien. Hier gibt es grüne (von der Baccharis dracunculifolia), rote (von Dalbergia ecastaphyllum) und braune Propolis. Auf Kuba wird sogar gelbe Propolis gewonnen. Teilweise gibt es Spezifika, die nur in bestimmten Propolis-Sorten vorkommen (z.B. Artepillin C in brasilianischer, grüner Propolis).

 

Es leuchtet ein, dass auf die Herkunft der Propolis deswegen eine Auge zu werfen ist.

 

UNSERE BRASILIANISCHE, GRÜNE PROPOLIS

 

Die von uns verarbeitete Propolis stammt aus Brasilien, und zwar aus dem
Bundesstaat Minas Gerais. Geht man vom Artepillin C-Gehalt aus, so stellen die Bundesstaaten Paranà und Minas Gerais die besten Qualitäten zur Verfügung. Eine Behandlung der sehr resistenten Bienen (eine Kreuzung zwischen der Apis mellifera und einer afrkianischen Wildbiene) gegen die Varroa-Milbe ist hier nicht nötig, da dieser Parasit dort (noch) nicht vorkommt. Eventuelle Rückstände dieser Mittel sind damit ausgeschlossen. Unsere Artikel sind als BIO-Qualität verfügbar und mit Ethanol extrahiert. Auf den Produkten finden Sie den genauen Hinweis, wie viel Gramm Rohpropolis verarbeitet wurde.

Wir möchten es jedoch nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass hinsichtlich der Quantitäten an Inhaltsstoffen der Rohpropolis saisonale Schwankungen auftreten – es handelt sich schließlich um eine Naturprodukt!

Hinsichtlich Herkunft, Extraktionsmethode und der Produktion aus kontrolliert biologischer Erzeugung können Sie jedoch davon ausgehen, dass die Zusammensetzung unserer Artikel (nahezu) gleichbleibend ist und damit eine gewisse Standardisierung gegeben ist. Dies ist für einen Einsatz als Naturheilmittel natürlich von Bedeutung.

 

EUROHONIG

GmbH

Wir wünschen Genuss und Gesundheit!